Epistemologies of In-Betweenness: East Central Europe and the World History of Social Science, 1890-1945.

Workshop.
Datum: 29.–30. Mai 2015
Ort: Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
Deadline for submissions: December 1, 2014
Call for Papers

Migration in and out of East and Southeast Europe: Values, Networks, Well-Being

Dritte Jahrestagung des IOS.
Datum: 2.–4. Juli 2015
Ort: Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Regensburg
Deadline for paper proposal submissions: January 18, 2015
Call for papers

Ein zentraler Bereich, in dem sich die massiven gesellschaftlichen Transformationen Ost- und Südosteuropas wesentlich manifestierten aber auch ausgehandelt wurden, sind Sozialordnungen und die mit ihnen verbundenen Arbeitsbeziehungen. Für das Verständnis einer Gesellschaft insgesamt, aber auch der Lebensqualität der Menschen, sind die Fragen, wie Arbeit organisiert ist und welche sozialstaatlichen Rahmenbedingungen dafür gelten, von zentraler Bedeutung. Zugleich stehen diese Problemfelder regelmäßig im Fokus politischer Umgestaltungsversuche, auch und gerade im post-sozialistischen Transformationsprozess. Gerade aufgrund ihrer staatssozialistischen Vergangenheit bietet die Region die Möglichkeit, spezifische und alternative Muster der Ausgestaltung von Arbeitsbeziehungen und Wohlfahrtsstaat sowie deren Erbschaften zu untersuchen.

Wesentliche politische Konflikte, die Ost- und Südosteuropa seit dem 19. Jahrhundert prägen, handeln von diesen Themen, wobei nicht nur organisierte Gruppen ihre Interessen verfolgen, sondern auch Individuen ihren Eigensinn gegen hegemoniale Ordnungen vorbringen. Untersucht werden daher auch die normativen, kulturell geprägten und sozial vermittelten Idealvorstellungen in Bezug auf Arbeit, Lebensqualität und Fürsorgeaufgaben des Staates, um zu verstehen, wie und warum bestimmte sozioökonomische Faktoren die Wahrnehmung der eigenen Lebensqualität sowie individuelle und kollektive Handlungen beeinflussen. Daran schließen sich wichtige gesellschaftliche Fragen an, wie z. B. nach den Vorstellungen von einem „guten Leben“ sowie den Dynamiken sozialer Ungleichheit.

Schwerpunktmäßig werden diese Fragen zurzeit anhand zweier Themenkomplexe aus historischer und ökonomischer Sicht erforscht: der Ausgestaltung von Arbeitsbeziehungen einerseits, den sozioökonomischen Determinanten von Lebensqualität andererseits.