IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 109)
Programm Sommer 2017

Forschungskolloquium: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm Sommersemester 2017

Doppeltagung (Regensburg, Marburg):

Bilder und Sprachen von Not, Gewalt und Mobilisierung. Das östliche Europa nach 1918 in medialen Repräsentationen

Call for papers

1. Tagung: Der Nachkrieg
IOS Regensburg 12.–13. April 2018

Eine ausführliche Beschreibung der Tagung und des CfP finden Sie hier.
Bitte bewerben Sie sich über dieses Onlineportal.
Deadline für Referatsvorschläge: 31. Juli 2017

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Das Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS) ist eine der größten und traditionsreichsten Forschungseinrichtungen seiner Art in Deutschland. Es baut auf einer mehr als 80-jährigen Geschichte der Erforschung des östlichen und südöstlichen Europa durch seine Vorläuferinstitute (Osteuropa-Institut und Südost-Institut) auf und verfolgt das Ziel, sich auch international zu einer der führenden Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet zu entwickeln. Ein wichtiges Ziel des IOS ist daher die Aufnahme in die Leibniz-Gemeinschaft.  Mit ihrem Netzwerk und ihren Forschungsverbünden bietet diese zahlreiche Anknüpfungspunkte für das IOS und seine weitere Entwicklung zum gemeinsamen Vorteil. 

Forschung

Das Institut bündelt geschichts- und wirtschaftswissenschaftliche Expertise zu interdisziplinären Forschungsschwerpunkten und will so maßgeblich zu der Entwicklung neuer Perspektiven für die Erforschung der Region Ost- und Südosteuropa beitragen. Das Institut betreibt dabei Grundlagenforschung ebenso wie angewandte Forschung mit dem Ziel, zu relevanten Diskussionen nicht nur wichtige Forschungsbeiträge zu leisten, sondern auch neue Debatten anzustoßen. Die Forschung des IOS positioniert sich einerseits in regionalwissenschaftlichen, andererseits in fachdisziplinären Diskursen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Forschungsschwerpunkte ist eine wesentliche Aufgabe des Instituts, das dabei auch auf einen Zugewinn weiterer geistes- und sozialwissenschaftlicher Expertise zielt. Auf diese Weise stärkt es seine Alleinstellungsmerkmale innerhalb der außeruniversitären Ost- und Südosteuropaforschung. 

Wissenstransfer und Forschungsunterstützung

Ein zentrales Ziel des IOS ist, das neu gewonnene Wissen in gesellschaftliche Diskurse einzuspeisen – in der Überzeugung, dass es sich bei Ost- und Südosteuropa um eine äußerst bedeutsame Region für die europäische Politik handelt. Das Institut liefert damit wichtige Beiträge für ein fundiertes Verständnis der Veränderungsprozesse im östlichen und südöstlichen Europa sowohl für Wissenschaft und Politik als auch für die interessierte Öffentlichkeit. Unterstützt wird dieser Wissenstransfer durch den Servicebereich des IOS, der als zweiter Schwerpunkt des Instituts (neben der Forschung) die Publikation führender Fachzeitschriften, Buchreihen und Grundlagenwerke, die Bereitstellung von E-Services sowie eine Fachbibliothek mit mehr als 330.000 Medieneinheiten umfasst. Diese Services sind stark forschungsbasiert und leisten einen wesentlichen Beitrag für die Erforschung des östlichen Europa insgesamt. 

Internationalisierung

Zentral für das Profil des IOS ist seine internationale Ausrichtung, die bereits im Forschungsgegenstand begründet liegt, und sich in hohem Maße in der Zusammensetzung seiner Mitarbeiter/innen zeigt. Das Institut fördert Internationalisierung durch ein eigenes Gastwissenschaftler/innen-programm sowie die Betreuung internationaler Stipendiat/inn/en anderer Förderorganisationen. Es unterhält zahlreiche institutionalisierte Kooperationen mit führenden Forschungseinrichtungen der Ost- und Südosteuropaforschung und entwickelt dieses weltweite Netzwerk auch im Sinne der Vergrößerung der eigenen Sichtbarkeit und Forschungsleistung systematisch weiter. Darüber hinaus steht die Bibliothek des IOS im aktiven Austausch mit mehr als 250 Partnerbibliotheken weltweit und sorgt auf diese Weise für eine fortlaufende Aktualität ihres international bedeutenden Medienbestands.  Durch die Organisation zahlreicher wissenschaftlicher Veranstaltungen im In- und Ausland sowie die Herausgabe internationaler Zeitschriften entwickelt das IOS den internationalen Fachdiskurs weiter und unterstützt den Austausch zwischen den wissenschaftlichen Communities in Ost und West. 

Chancengleichheit

Chancengleichheit und Gleichstellung gehören zum Selbstverständnis des Instituts. Dies betrifft sowohl die Funktion des Instituts als Arbeitgeber als auch seine Wirkung nach außen. Gleichstellung  versteht das Institut in einem umfassenden Sinne als Abwesenheit der Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Alter, sexueller Orientierung, Nationalität sowie ethnischer und konfessioneller Zugehörigkeit. Für das IOS bezieht sich Nicht-Diskriminierung nicht nur auf die am Institut Beschäftigten, sondern auf alle Gruppen, mit denen das IOS in seinen unterschiedlichen Funktionen und Aufgaben zu tun hat. Das IOS fördert zudem die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Bei einem überdurchschnittlichen Anteil weiblicher Beschäftigter strebt das Institut insbesondere die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen an. 

Nachwuchsförderung

Die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ist ein weiteres wichtiges Ziel des IOS. Es bekennt sich zu der bedeutenden Rolle, die außeruniversitäre Einrichtungen bei der Nachwuchsförderung spielen und entwickelt dafür geeignete Instrumente. Dem IOS ist die dynamische Weiterentwicklung der Forschung über Ost- und Südosteuropa und ihre Einbettung in internationale Forschungsdiskurse ein großes Anliegen – dafür braucht es junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die originelle Fragen und Ansätze entwickeln und hergebrachte Paradigmen hinterfragen. Als außeruniversitäre Einrichtung bietet das IOS besondere Möglichkeiten zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowohl auf der Promovierenden- als auch der Postdoc-Ebene (zum Bsp. im Rahmen der Graduiertenschule Ost- und Südosteuropastudien). Darüber hinaus spricht das IOS Studierende einschlägiger Fächer an, um diese frühzeitig für die wissenschaftliche Beschäftigung mit Ost- und Südosteuropa zu interessieren. Ein wichtiges Ziel ist die Einbindung der Nachwuchswissenschaftler/innen in internationale Zusammenhänge. Maßnahmen wie diese intendieren die möglichst frühzeitige Herausbildung eines eigenständigen wissenschaftlichen Profils der Nachwuchswissenschaftler/innen, um ihre Karrieremöglichkeiten zu stärken. 

Standort Regensburg

Das IOS profitiert von der seit Jahren gewachsenen Osteuropaexpertise in Regensburg und entwickelt diese durch sein besonderes Profil und seine klaren Entwicklungsziele kontinuierlich weiter. Als größtes außeruniversitäres Institut des Osteuropa-Clusters Regensburg kooperiert es mit komplementären Forschungseinrichtungen vor Ort wie dem Institut für Ostrecht, dem Ungarninstitut sowie dem 2014 gegründeten Forschungszentrum Deutsch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (DiMOS). Die Anbindung an die Universität Regensburg und deren ausgewiesener Ost- und Südosteuropaschwerpunkt ermöglicht  eine enge Zusammenarbeit bei der Gestaltung (Süd-)Osteuropa-bezogener Studiengänge sowie bei der Doktorandenausbildung. Auf diese Weise bietet das IOS interessierten Studierenden nicht nur interessante Einblicke in die Forschung zum (süd-)östlichen Europa, sondern längerfristige Perspektiven für die Entwicklung einer eigenen wissenschaftlichen Karriere. Gemeinsam mit der Universität will das IOS in Zukunft weitere Verbundprojekte (wie einen Wissenschaftscampus) auf den Weg bringen.

Mit seiner fast 2000-jährigen Geschichte und starken wirtschaftlichen Dynamik ist Regensburg auch als Stadt ein äußerst attraktiver Arbeits- und Lebensort. Es verfügt über eine der größten zusammenhängenden mittelalterlichen Altstädte, die zu großen Teilen UNESCO-Weltkulturerbe ist. Zahlreiche Unternehmen vor Ort profitieren vom Wissenschaftsstandort Regenburg und schaffen attraktive Arbeitsplätze. Durch die Donau ist die Stadt eng mit Ost- und Südosteuropa verbunden – für das IOS  ein ideales Umfeld, das Kreativität und Dynamik fördert.