IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Inequalities and Redistribution in Central and Eastern Europe

12th Joint IOS/APB/EACES Summer Academy on Central and Eastern Europe 2020.
Dates: July 6–8, 2020
Location: Akademie für Politische Bildung Tutzing / Online ZOOM

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS), Landshuter Str. 4 (Raum 109); vorerst online via Zoom, link wird mit den Einladungen verschickt!
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Aktuelles – Details

27. März 2020
Publikationen

März-Heft 2020 von Economic Systems erschienen

Das März-Heft 2020 (Band 44, Heft 1) von Economic Systems enthält dreizehn Beiträge mit direktem Bezug zu den Volkswirtschaften Ost- oder Südosteuropas bzw. zur komparativen Wirtschaftsforschung. Beide Aspekte werden v.a. in drei ausgewählten Artikeln beispielhaft illustriert. Maryna Osiichuck und Oleksandr Shepotylo (Conflict and well-being of civilians: The case of the Russian-Ukrainian hybrid war) untersuchen, auf der Basis zweier umfangreicher Haushaltsbefragungen in der Ukraine und in Russland, Effekte des Krieges in der Ostukraine auf die Gesundheit von Zivilisten außerhalb der Konfliktzone. Die Autoren finden eine dauerhafte Zunahme chronischer Krankheiten in der Ukraine und darüber hinaus einen zeitlich begrenzten Anstieg psychischer Gesundheitsprobleme in beiden Ländern.
Während dieser Effekt in der Ukraine auch in von der Konfliktzone entfernten Regionen signifikant zu beobachten ist, bleibt er in Russland auf benachbarte Regionen beschränkt.
In der speziellen Erfahrung der Transformation, die auch mit staatlichen Neugründungen einherging, finden Ákos Dombi und  Theocharis Grigoriadis (State history and the finance-growth nexus: Evidence from transition economies) einen negativen Effekt etablierter Staatlichkeit, als Proxy für langfristige Erfahrungen mit staatlichen Institutionen und Zentralisierung. Etablierte Staatlichkeit übt demnach einen negativen Einfluss auf den bekannten Zusammenhang zwischen der Entwicklung eines Finanzsystems einer Ökonomie und dessen Wachstum aus. Die Autoren führen dieses Resultat darauf zurück, dass etablierte Staatlichkeit in diesen Ländern extraktive Institutionen beförderte, die wiederum Budgetschranken von Unternehmen aufweichte, und damit den Zusammenhang zwischen finanzieller Entwicklung und Wachstum beeinträchtigte.
Mithilfe disaggregierter Firmendaten untersuchen Ádám Banai, Péter Lang, Gábor Nagy und Martin Stancsics (Waste of money or growth opportunity: The causal effect of EU subsidies on Hungarian SMEs) den Effekt direkter Unternehmenssubventionen aus den Struktur- und Kohäsionsfonds der EU zwischen 2007 und 2013 an ungarische kleine und mittlere Unternehmen. Demnach hatten diese Subventionen einen positiven Effekt auf Größe und (zum Teil auch) Gewinne der betroffenen Unternehmen. Dagegen wurde die Arbeitsproduktivität der unterstützen Firmen nicht signifikant beeinflusst, und zwar unabhängig davon, ob die Subventionen rückzahlbare Komponenten enthielten oder nicht.