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10. January 2018
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Neuer Aufsatz von Katrin Boeckh über die Ostpolitik der Katholischen Kirche in OSTEUROPA erschienen

Katrin Boeckh: Reformkräfte. Die katholischen Kirchen und die Perestrojka, in: Osteuropa (2017) 9–10, S. 175–190

Katrin Boeckh zeigt auf der Grundlage von Akten des Casaroli-Nachlasses im Vatikanischen Geheimarchiv, welchen Einfluss die katholischen Kirchen in der Sowjetunion auf den Erfolg der Perestrojka hatten:
Das Ende der Kirchenverfolgung unter Michail Gorbačev förderte den gesellschaftlichen Wandel in der Sowjetunion. Davon profitierte auch die griechisch-katholische (unierte) Kirche, die in der Sowjetunion jahrzehntelang unterdrückt worden war. Großen Einfluss auf die neue Kirchenpolitik hatte der Vorsitzende des Rats für Religionsangelegenheiten, Konstantin Charčev. Die Öffnung stieß auch auf internationale Unterstützung. Insbesondere die römisch-katholische Kirche unter Johannes Paul II. erkannte die Chance. Für sie ging in Erfüllung, woran Kardinal Agostino Casaroli, der Architekt der Ostpolitik des Vatikan, viele Jahre lang gearbeitet hatte.