IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Call for papers: “Nationalism from Below: Popular Responses to Nation-Building Projects in Bessarabia, Transnistria, Moldova”

Leibniz Institute for East and Southeast European Studies (IOS) (in partnership with Plural Forum for Interdisciplinary Studies, Republic of Moldova)
Dates: October 1-2, 2021
Location
: “Hybrid” - IOS Regensburg and ZOOM
Call for papers
Submission deadline: July 1, 2021.

Call for papers: The economics of populism: Drivers and consequences

13th Joint IOS/APB/EACES Summer Academy on Central and Eastern Europe.
Dates: July 5–7, 2021
Location: Tutzing, Lake Starnberg, Germany. Should the pandemic prohibit an offline meeting, the event will be organized in an online or mixed format.
Call for papers
Submission deadline: April 30, 2021.

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 15:00–16.30 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS); vorerst online via Zoom, Anmeldung.
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: per Zoom
Programm

Ringvorlesungen CITAS: Area Studies und Raum vom Globalen Süden her neu denken

Sommersemester 2021
Zeit: donnerstags, 18:15-19:45
Ort: online via Zoom
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Umweltzeitgeschichte der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten, 1970–2000. Ökologische Globalisierung und regionale Dynamiken / Histoire environnementale du temps présent : l'Union soviétique et les États successeurs, 1970–2000. Globalisation écologique et dynamiques régionales.

Projekt im Rahmen des deutsch-französischen Programms in den Geistes- und Sozialwissenschaften der DFG/ANR, 2014–2017

Projektleitung: Dr. Melanie Arndt (IOS Regensburg), Dr. Marc Elie (Centre d'études des mondes russe, caucasien et centre-européen, CNRS-EHESS, Paris), Prof. Klaus Gestwa (Universität Tübingen)

Das deutsch-französische Projekt zur (post)sowjetischen Umweltzeitgeschichte will inhaltlich und organisatorisch staatliche Grenzen überwinden. Sein inhaltliches Ziel ist es, die bisweilen stürmischen Prozesse der Ökologisierung und Entökologisierung von Politik und Gesellschaft im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts zu erforschen. Mit sich überkreuzenden global- und regionalhistorischen Perspektiven tragen die Teiluntersuchungen dazu bei, die Wechselseitigkeit zwischen grenzüberschreitenden Interaktionsprozessen, den Gestaltungskräften zentralstaatlicher Politik und den praktischen Aktivitäten in den Regionen eingehender zu analysieren. Damit eröffnet das Projekt innovative, aufschlussreiche Perspektiven auf die East Side Story der globalen Umweltzeitgeschichte.

Die vier deutschen und neun französischen Teiluntersuchungen verfolgen fünf übergeordnete Forschungsziele:

  1. durch die Untersuchung der politischen Ökologie in spät- und postsowjetischen Zeit den gesellschaftlichen Stellenwert und die Reichweite der Umweltpolitik und des Umweltbewusstseins näher zu bestimmen (= Strukturwandel des Ökologischen);
  2. durch die Analyse blockübergreifender Interaktionen und globaler Institutionen die Rolle der Sowjetunion und ihrer Nachfolgestaaten in einer globalen Umweltzeitgeschichte herauszuarbeiten (= ökologische Globalisierung);
  3. durch die Überprüfung der gebräuchlichen Periodisierungen und Charakterisierungen den Zusammenbruch der Sowjetunion und die postkommunistische Transformation aus umwelthistorischer Sicht neu zu konzeptualisieren (= Neukonzeptualisierung spät- und postsowjetischer Geschichte);
  4. durch die Erforschung russischer, sibirischer, zentralasiatischer, kaukasischer und baltischer Grenz- und Binnenräume neue Einblicke in die sich verändernden Machtverhältnisse der Zeit zu gewinnen (= regionale Eigendynamiken des Ökologischen und die Rekonfiguration von Macht und Raum);
  5. durch die Historisierung gegenwärtiger Umweltprobleme und ökologischer Debatten die gesellschaftspolitische Relevanz umweltzeithistorischer Forschungen insbesondere für den postsowjetischen Raum zu unterstreichen (= ökologische Problemgeschichte der Gegenwart).

Die Teiluntersuchungen sind in zwei sich ergänzenden und überkreuzenden Projektbereichen zusammengeführt. Im Fokus des ersten Bereichs stehen global erweiterte Regionalstudien. Der zweite Projektbereich setzt den Schwerpunkt auf regional verortete Globalstudien. Im Rahmen des ersten Bereiches setzt Melanie Arndt ihre Forschungen zu nuklearen Landschaften in der Sowjetunion und den USA fort.