IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Call for Applications: Workshop “Human Rights Empowerment – Researching and Teaching Human Rights in Central Asia”

Workshop for civil society activists and practitioners
Organizers: Anja Mihr (OSCE Academy), Cindy Wittke (IOS)
Dates: 6–8 October 2021
Location: OSCE Academy in Bishkek, Kyrgyz Republic
Funding: German Academic Exchange Service (DAAD)
Submission deadline: 15 August 2021
Details: Call for applications (pdf)

Call for applications: Workshop “Human Rights in Central Asia: Troubled Nexuses between Internationalization, Nation Building and Civil Society”

International workshop for young academics and scholars
Organizers: Anja Mihr (OSCE Academy), Cindy Wittke (IOS)
Dates: 4–6 October 2021
Location: OSCE Academy in Bishkek, Kyrgyz Republic
Funding: German Academic Exchange Service (DAAD)
Submission deadline: 15 August 2021
Details: Call for applications (pdf)

Call for papers: State Descriptions Revisited: Historical Forms of Territorial Representations, 18-21th centuries

Organizers: Borbála Zsuzsanna Török (Centre for Global Cooperation Research, University Duisburg-Essen) and Guido Hausmann (IOS Regensburg).
Dates: 20-21 January 2022
Location: Leibniz Institute for East and Southeast European Studies (IOS), Regensburg, Germany
Call for papers
Submission deadline: 30 September 2021

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Projektleiter: Tillmann Tegeler M.A.
Projektbearbeiter: Albert Weber M.A.
Projektlaufzeit: 7/2021 – 6/2023

Das von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Projekt setzt die Reihe der seit 2011 am IOS durchgeführten Periodikadigitalisierungsprojekte fort (Deutschsprachige Periodika aus Mittel- und Osteuropa; Digitale Bestandszusammenführung und Dokumentation deutschsprachiger Periodika; Jüdische deutschsprachige Periodika). Es leistet durch die Digitalisierung historischer Zeitungen aus dem Zarenreich, der Habsburgermonarchie und Großrumänien sowie durch die Erfassung tausender bibliographischer Datensätze einen Beitrag zur Erschließung der deutschsprachigen Presselandschaft im östlichen Europa. Forschung, Lehre und interessierte Öffentlichkeit erhalten hiermit vielfältige, zugleich jedoch einfach zu nutzende Quellenmaterialien und Hilfsmittel zur Kultur und Geschichte deutscher Minderheiten vom 18. Jahrhundert bis zur Zwischenkriegszeit.

Das Vorhaben verfolgt dabei vier vorrangige Zielsetzungen: Erstens sollen 150.000 Seiten aus überregionalen deutschsprachigen Zeitungen digitalisiert und auf dem Digitalen Forum Mittel- und Osteuropa (DiFMOE) frei und uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden. Unter den ausgewählten Zeitungen befindet sich die St. Petersburger Zeitung (1727-1914), von der trotz ihrer Bedeutung für die Russlanddeutschen bislang nur ein Bruchteil ihrer Nummern aus dem 188-jährigen Erscheinungszeitraum digitalisiert worden ist. Hinzu kommen Titel auf dem DiFMOE, die von Forschern häufiger angefragt, in früheren Projekten aber nur teilweise digitalisiert werden konnten und nun weitgehend vervollständigt werden: das Siebenbürgisch-Deutsche Tageblatt (Hermannstadt, 1874-1941) und die Banater Deutsche Zeitung (Temeschwar, 1925-1941), beide ebenso führende Zeitungen und wichtige Kommunikationsplattformen für die Deutschen in Siebenbürgen und im Banat. Die digitale Bereitstellung der Banater Deutschen Zeitung ist hierbei mit Blick auf Temeschwar als europäische Kulturhauptstadt 2023 von besonderer aktueller Relevanz.

Zweitens werden weitere digitalisierungsfähige und -relevante Bestände vor allem russlanddeutscher Periodika identifiziert und ihre künftige Digitalisierung in Kooperationen mit Partnern vor Ort vorbereitet. Teil dieser Recherchen ist auch die Ergänzung von Zeitungen, deren Jahrgänge über verschiedene bestandshaltende Institutionen verstreut sind, so dass den Nutzenden durch die digitale Bestandszusammenführung wichtige Titel erstmals vollständig vorliegen.

Drittes Ziel ist die Erweiterung der Bilddatenbank auf dem DiFMOE um weitere Abbildungen, die aus den im Projekt digitalisierten Periodika ausgewählt, nachbearbeitet und verschlagwortet werden. Der Schwerpunkt soll auf Porträtfotografien liegen, die ansonsten nicht erhalten sind und somit ein bedeutendes biographisches Quellenmaterial darstellen.

Viertes Ziel ist die Erstellung eines bibliographischen Datensets auf Grundlage der vierbändigen Bibliographie deutschsprachiger Periodika aus dem östlichen Europa, die vom Projektbearbeiter Albert Weber in einem früheren Projekt erarbeitet worden ist. Durch Integration der frei nutzbaren Daten zu über 5.600 Titeln in Wikidata wird der Aufbau einer Datenbank der historischen deutschsprachigen Presse im östlichen Europa ermöglicht. Diese kann langfristig zu einem umfassenden Presse-Lexikon und somit zu einer grundlegenden Plattform der Presseforschung zu den Deutschen im östlichen Europa ausgebaut werden.

Gefördert von

In Kooperation mit