Reihe Forschungen zum Ostseeraum

Herausgeber: Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, Dr. Hermann Beyer-Thoma
Redaktionsassistenz: Larissa Schulz
Die Reihe erscheint im: Harrassowitz Verlag Wiesbaden
Bestellungen bitte über den Buchhandel.


Bandübersicht:

Band/Vol. 9 OLIVIA GRIESE Auswärtige Kulturpolitik und Kalter Krieg. Die Konkurrenz von Bundesrepublik und DDR in Finnland 1949-1973. - 2006. - 296 Seiten. - € 58,00. - ISBN 3-447-05365-5
In den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten war Finnland aufgrund seiner besonderen Stellung zwischen den Machtblöcken Schauplatz einer deutsch-deutschen Konkurrenz, die in erheblichem Maße mit den Mitteln der auswärtigen Kulturpolitik geführt wurde. Finnland hatte als Konsequenz seiner Neutralitätspolitik nach 1949 keinen der beiden deutschen Staaten anerkannt und so ein klares Bekenntnis zu einem der Machtblöcke des Kalten Krieges vermieden. Dadurch fielen Instrumente der klassischen Diplomatie im zwischenstaatlichen Umgang weg und die auswärtige Kulturpolitik erhielt eine überdurchschnittliche Bedeutung für die Selbstdarstellung beider Staaten in Finnland und für die Durchsetzung ihrer jeweiligen politischen Ziele. Vor allem die DDR benutzte Finnland als eine Art Brückenkopf im westlichen Ausland, um speziell über verstärkte kulturpolitische Arbeit die Gleichberechtigung mit der Bundesrepublik zu dokumentieren und die staatliche Anerkennung zu erreichen. Im Gegenzug sah sich die Bundesrepublik zu Abwehrreaktionen herausgefordert und ebenfalls zu einer gezielten Verstärkung ihrer kulturellen Initiativen genötigt. Erstmalig wird hier eine vergleichende Betrachtung der Aktivitäten beider deutscher Staaten im kulturpolitischen Konkurrenzkampf von 1949 bis zur Aufnahme diplomatischer Beziehungen 1973 vorgelegt. Dabei werden sowohl die Entwicklung dieser Auseinandersetzung chronologisch skizziert als auch die dabei gewonnenen Erkenntnisse unter verschiedenen Gesichtspunkten analysiert.

Band/Vol. 8 Philosophieren im Ostseeraum. Beiträge des Nord- und osteuropäischen Forums für Philosophie Greifswald / Herausgegeben von Carola Häntsch. - 2004. - 398 S. - € 48,00. - ISBN 3-447-04793-3
Der Band enthält Beiträge der Internationalen Forschungsseminare des Nord- und Osteuropäischen Forums für Philosophie an der Universität Greifswald ebenso wie Artikel von Philosophen aus dem Ostseeraum, die im Rahmen eines DFG-Forschungsprojektes zum Philosophieren im Ostseeraum in den Jahren 2000-2002 entstanden sind. Er gibt einen repräsentativen Überblick über die gemeinsamen und differierenden Standards des Philosophierens rund um die Ostsee in Geschichte und Gegenwart und insbesondere deren Veränderungen in der ‚Nachwende’-Zeit.
Die inhaltliche Spannbreite der Beiträge reicht von methodologischen Fragestellungen einer empirischen Philosophieforschung bis hin zur systematischen Erörterung postmoderner Philosopheme. Neben Darstellungen zur Philosophie in Schweden, Finnland und Estland aus der Perspektive der Ideen- und Wissenschaftsgeschichte widmen sich die Beiträge der kritischen Reflexion gegenwärtiger Umorientierungen und Transformationen der Philosophie in Russland, in Lettland, Litauen, Polen und in Dänemark. In Nordeuropa kann man in den letzten beiden Jahrzehnten eine verstärkte Auseinandersetzung mit der „kontinentalen“ Philosophie beobachten. In Russland und im Baltikum hatten Phänomenologie und Hermeneutik - nicht zuletzt als Gegengewicht zum verordneten Marxismus - bereits traditionell größeren Einfluss.

Band/Vol. 7 Finnland-Studien III / Herausgegeben von Edgar Hösch, Olivia Griese, Hermann Beyer-Thoma. - 2003. - 267 Seiten. - € 58,00. - ISBN 3-447-04715-1 – Volltext.

Band/Vol. 6 Karsten BRÜGGEMANN Die Gründung der Republik Estland und das Ende des „Einen und unteilbaren Russland“. Die Petrograder Front des Russischen Bürgerkrieges 1918-1920. - 2002. - 515 S. - € 79,00. - ISBN 3-447-04481-0 – Volltext.

Band/Vol. 5 BIRGIT SCHOLZ Von der Chronistik zur modernen Geschichtswissenschaft: Die Warägerfrage in der russischen, deutschen und schwedischen Historiographie. - 2000. - 475 S. - € 89,00 - ISBN 3-447-04342-3
Die Frage nach den slawischen oder normannischen Wurzeln des altrussischen Staates ist seit dem 18. Jh. ein Politikum ersten Ranges in den Beziehungen zwischen der deutschen, skandinavischen und russischen Historiographie, stoßen hier doch Überlegenheitsgefühle auf der einen Seite und gewisse Minderwertigkeitskomplexe auf der anderen Seite zusammen. Dabei steht der Konflikt am Anfang der Ablösung der Geschichte als Wissenschaft vom religiösen Weltbild, von antikisierender Gelehrsamkeit und von politischen Legitimationsinteressen. Die Berliner Dissertation untersucht gerade diesen Aspekt, also die „Vorgeschichte“ des Normannismustreits. Erstmals werden dabei die deutsche, schwedische und russische Tradition zusammen betrachtet.

Band/Vol. 4 Deutschland und Finnland im 20. Jahrhundert / Herausgegeben von Edgar Hösch, Jorma Kalela und Hermann Beyer-Thoma. - 1999. 394 S. € 74,00 - ISBN 3-447-04200-1

Band/Vol. 3 KRISTINA EXNER-CARL Sport und Politik in den Beziehungen Finnlands zur Sowjetunion 1940-1952. - 1997. 356 S. € 54,00 - ISBN 3-447-04200-1 – Volltext.

Band/Vol. 2 STEFAN TROEBST Handelskontrolle – „Derivation“ - Eindämmung: Schwedische Moskaupolitik 1617-1661. - 1997. 649 S. € 99,00 - ISBN 3-447-03880-2 – Volltext.

Band/Vol. 1 HERMANN BEYER-THOMA Zwischen antifaschistischem 'Block' und parlamentarischer Demokratie: Die programmatischen Dokumente der Regierungsbildung in Finnland März/April 1945. - 1995. 127 S. € 29,00 - ISBN 3-447-03630-3 – Volltext.

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