IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 14:00–15:30 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS); vorerst online via Zoom, Anmeldung.
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: per Zoom
Programm

Infrastructure in East and Southeast Europe in Comparative Perspective: Past, Present and Future

8th Annual Conference of the Leibniz Institute for East and Southeast European Studies (IOS).
Plakat

Hybrid
Datum
: Donnerstag, 23.09. bis Freitag, 24.09.2021
Zeit: siehe Programm
Ort: Online via Zoom (Meeting-ID: 884 439 7929, Kenncode: 337230) / Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Landshuter Str. 4 (Raum 319).
Gäste sind online willkommen, der Besuch der Tagung vor Ort ist diesmal leider nicht möglich.
Programm

Online
Datum
: dienstags, 5.10., 19.10.2021, jeweils um 16 Uhr
Zeit: siehe Programm
Ort: Online via Zoom (Meeting-ID: 824 5820 1575, Kenncode: 797053).
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas (JGO) Neue Folge (München 1953 ff.)

Herausgegeben im Auftrag des IOS von Martin Schulze Wessel und Dietmar Neutatz

Das Doppelheft 3/4 des 68. Jahrgangs der JGO erscheint als Themenheft unter dem Titel „Vernichtungskrieg, Besatzung und juristische Aufarbeitung: Opferperspektiven“. Die darin enthaltenen Beiträge russischer, ukrainischer und deutscher Historikerinnen und Historiker richten den Blick auf zivile Opfergruppen des Zweiten Weltkriegs und nehmen neben den Opfern der nationalsozialistischen Besatzungsherrschaft in den besetzten sowjetischen Gebieten auch Opfer des Stalinismus in den von der Roten Armee befreiten Regionen in den Blick. Gastherausgeberin ist Tanja Penter (Heidelberg), die in die Thematik einführt. Der Aufsatz von Artem Latyshev (Moskau) „Almost Soviet. Integration of the Liberated Territories of the USSR, 1942–1944” zeigt, dass Gewalt gegen die Zivilbevölkerung im Kontext der Befreiung durch die Rote Armee keine Seltenheit darstellte. Dabei geht er erstmals auch auf die Haltungen und Wahrnehmungen der Befreier gegenüber den Befreiten ein. Yuliya von Saal (München) plädiert in ihrem Beitrag „Mehr als Opfer. Kriegskinder und ihr Überleben in den Kinderheimen im besetzten Belarus“ dafür, dem etablierten Narrativ von Kindern als passiven Opfern eine Perspektive entgegenzusetzen, die die Handlungsspielräume der Minderjährigen hervorhebt und die zahlreichen Grauzonen zwischen Opfer- und Täterrollen auslotet. Jasmin Söhner (Heidelberg) beschäftigt sich in ihrer Abhandlung „After Nuremberg“ mit der Nachkriegsgeschichte ziviler sowjetischer Opferzeugen und deren Rolle bei westdeutschen Gerichtsprozessen gegen NS- und Kriegsverbrecher. Am Beispiel der „Ermordung von psychisch kranken Menschen in Poltava (1941–1943)“ nehmen Dmytro Tytarenko (Krywyj Rih) und Tanja Penter die Aufarbeitung des Verbrechens in der Nachkriegszeit durch deutsche und sowjetische Justizorgane in den Blick und untersuchen die Justizkooperation über die Grenzen der Blockkonfrontation des Kalten Kriegs hinweg. Corinna Kuhr-Korolev (Potsdam) erläutert und kontextualisiert abschließend eine Auswahl erstmals publizierter Fotografien von Insassen eines Novgoroder Invalidenheims, die der Fotograf und Wehrmachtsangehörige Ernst Baumann vermutlich kurz vor deren Ermordung aufgenommen hat. Die Bilder sind außergewöhnlich, weil sie die kranken und behinderten Menschen in ihrer Individualität und Zerbrechlichkeit, aber auch Würde zeigen.

Beigefügt ist diesem Themenheft ein Diskussionsbeitrag von Dmytro Tytarenko, der eindrücklich veranschaulicht, wie in den Jahren 2014–2016 das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg in der Geschichtspolitik der „Donecker Volksrepublik“ instrumentalisiert wurde.

58 Rezensionen neuer Forschungsliteratur zur Geschichte Osteuropas ergänzen die Aufsätze. 30 weitere Besprechungen sind parallel zum Heft online in den „jgo.e-reviews“ 2020, 2 auf recensio.net erschienen.


Vorschau auf Heft 1/2021 (offenes Heft)

Anna Afanasyeva (Moskau), Andreas Renner (München), Elena Vishlenkova (Moskau): Medical Geography in Tsarist Russia. A Transnational Concept at the Service of the Empire, 1770–1870

Konstantin Kotelnikov (St. Petersburg): Das echte Babylon Berlin: Kriminalität im „Russischen Berlin“ 1919–1933

Ekaterina Makhotina (Bonn): Liebe, Leidenschaft und (T)Reue. Familiäre Konflikte im Russland des 18. Jahrhunderts im Spiegel von Bittschriften

Forschungsbericht:

Agnieszka Zaganczyk-Neufeld (Bochum): Russische Sekten – Stand und Perspektiven der Forschung

Die Redaktion der JGO

JGO mit aktuellen Inhaltsverzeichnissen (externer Link)

Rezensionen online auf recensio.net (externer Link)

Chronikbeiträge online

Eingegangene Bücher zur Rezension

Beitragen: Für Autorinnen und Autoren

Volltext der Jahrbücher für Geschichte Osteurpas bis 2008 (externer Link)

Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg von Martin Schulze Wessel (München) und Dietmar Neutatz (Freiburg i. Br.) in Verbindung mit Jörg Baberowski (Berlin), Nada Boškovska (Zürich), Victoria Frede (Berkeley), Jan Hennings (Budapest), Hubertus Jahn (Cambridge), Kerstin Jobst (Wien), Yvonne Kleinmann (Halle/Wittenberg), Jan Kusber (Mainz), Svetlana Malyševa (Kazan’), Gertrud Pickhan (Berlin), Stefan Plaggenborg (Bochum), Elena Zubkova (Moskau).

Als Gutachterinnen und Gutachter wirkten in den vergangenen Jahren mit:

Eva-Maria Auch, Christoph Augustynowicz, Cornelia Aust, Martin Aust, Jörg Baberowski, Matthias Beer, Werner Benecke, Liliya Berezhnaya, Hermann Beyer-Thoma, Harald Binder, Kathrin Boeckh, Thomas Bohn, Hans-Jürgen Bömelburg, Kirsten Bönker, Nada Boškovska, Detlev Brandes, Katja Bruisch, Alfons Brüning, Ulf Brunnbauer, Klaus Buchenau, Dittmar Dahlmann, Paul Dukes, Chester S. L. Dunning, Mark Edele, Marc Elie, David Feest, Aleksandr Filjuškin, Ingo Frank, Gregory L. Freeze, Karin Friedrich, Moshe Gammer, Zaur Gasimov, Luminiţa Gătejel, Paul-Georg Geiß, Klaus Gestwa, William Godsey, Carsten Goehrke, Frank Golczewski, Katalin Göncsi, Constantin Goschler, Jörg Hackmann, Lutz Häfner, Heiko Haumann, Guido Hausmann, Seppo Hentilä, Julia Herzberg, Manfred Hildermeier, Bert Hoppe, Hubertus F. Jahn, Kerstin Jobst, Robert E. Jones, Andreas Kappeler, Michael Kemper, Agilolf Keßelring, Markus Koller, Walter Koschmal, Günther Kronenbitter, Katharina Kucher, Hiroaki Kuromiya, Jan Kusber, Aleksandr Lavrov, Maike Lehmann, Sonja Luehrmann, Ingrid Maier, Elina Maier, Svetlana Malyševa, Hans-Christian Maner, Stephan Merl, Olaf Mertelsmann, Wim P. van Meurs, Georg Michels, Christoph Mick, Irina Morozova, Wolfgang Mueller, Eduard Mühle, Mathias Niendorf, Julia Obertreis, Tanja Penter, Alexander Pereswetoff-Morath, Gertrud Pickhan, Bianca Pietrow-Ennker, Pärtel Piirimäe, Gert von Pistohlkors, Stefan Plaggenborg, Dieter Pohl, Ellinor von Puttkamer, Joachim von Puttkamer, Ada Raev, Christian A. Raffensperger, Oliver Reisner, Andreas Renner, Kimmo Rentola, Stefan Rohdewald, Isabel Röskau-Rydel, Harald Roth, Angela Rustemeyer, Monica Rüthers, James Ryan, Kurt Scharr, Ralph Schattkowsky, Carmen Scheide, Wolfram von Scheliha, Benjamin Schenk, Michael Schippan, Joanthan Shepard, Walter Sperling, Matthias Stadelmann, Natali Stegmann, John W. Steinberg, Ludwig Steindorff, Svetlana Suveica, Manfred Thaller, Ralph Tuchtenhagen, Annette Vowinckel, Tobias Weger, Andreas Wehrmeyer, Anna Veronika Wendland, Stefan Wiederkehr, Martina Winkler, Christoph Witzenrath, Elena Ju. Zubkova.

Wir danken für die Zusammenarbeit!


Manuskripte sind herzlich willkommen. Wir bitten sie bevorzugt als E-Mail-Anhang an die Redaktion zu senden: Katharina Kucher (jahrbuecher(at)ios-regensburg.de).
Postadresse: Redaktion der Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Landshuterstr. 4, D-93047 Regensburg.

Die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas sind eine referierte Zeitschrift. Alle Aufsatzbeiträge werden im doppelt-blinden Verfahren von mindestens zwei unabhängigen Fachgutachterinnen bzw. -gutachtern befürwortet.

Die Jahrbücher veröffentlichen keine Zweitpublikationen. Aufsätze dürfen auch nicht mehr oder weniger zeitgleich anderweitig angeboten oder publiziert werden, auch nicht in anderen Sprachen.

Verlag: Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH, Sitz Stuttgart, Birkenwaldstraße 44, D-70191 Stuttgart; Postfach 101061, D-70009 Stuttgart

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