IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Inequalities and Redistribution in Central and Eastern Europe

12th Joint IOS/APB/EACES Summer Academy on Central and Eastern Europe 2020.
Dates: July 6–8, 2020
Location: Akademie für Politische Bildung Tutzing / Online ZOOM

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS), Landshuter Str. 4 (Raum 109); vorerst online via Zoom, link wird mit den Einladungen verschickt!
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas (JGO) Neue Folge (München 1953 ff.)

Herausgegeben im Auftrag des IOS von Martin Schulze Wessel und Dietmar Neutatz

Das dritte Heft des 67. Jahrgangs der „Jahrbücher für Geschichte Osteuropas“ erscheint unter der Gastherausgeberschaft von Moritz Florin (Erlangen) und Manfred Zeller (Bremen) als Themenheft „Sowjetische Klangwelten und multinationale Erfahrung in der späten Sowjetunion“. Musik wird in diesem Zusammenhang als eigenes und komplexes Medium verstanden, das Aussagen über den Stellenwert des polyethnischen Miteinanders für die sowjetischen Bürgerinnen und Bürger zulässt. Die Autorin und die Autoren tragen vor diesem Hintergrund mit ihren Beiträgen sowohl zur Erforschung der sowjetischen Musikgeschichte als auch zu anderen Themenfeldern bei, die sie mit dem Zugang über die Musik erschließen. Den Auftakt macht Leah Goldman (Washington), die zeigt, wie die offizielle Förderung nichtrussischer Komponistinnen und Komponisten im Spätstalinismus den Handlungshorizont dieser Musikschaffenden zu gleichen Teilen erweiterte und durch die Festlegung auf die Musikkultur ihrer Nationalität limitierte. Daran anschließend analysiert Arkadi Miller (Berlin) anhand von Auszügen aus Briefen von Hörerinnen und Hörern, wie Radioübertragungen volkstümlicher Werke unterschiedlicher Nationalität die mentalen Landkarten von Sowjetbürgern und -bürgerinnen veränderten. Michel Abeßer (Freiburg) betont in seinem Text zum estnischen Jazz den Beitrag nichtrussischer Peripherien für die Erneuerung der sowjetischen Kultur in den 1950er und 1960er Jahren. Der Text weist damit über ein allzu enges Verständnis der Funktionsweisen kultureller Transfers von West nach Ost hinaus. Ingo Grabowsky (Bochum) untersucht polyethnische Dimensionen des sowjetischen Schlagers und verweist auf komplexe Bedeutungsstrukturen, die weder zwangsläufig im Einklang mit offiziellen Sprechweisen sein, noch einen gegenkulturellen oder oppositionellen Impetus haben mussten. Boris Belge (Basel) betrachtet Komponistinnen und Komponisten der späten Sowjetzeit (Edison Denisov, Sofia Gubaidulina, Alfred Schnittke) im Spannungsfeld zwischen Tendenzen zur Russifizierung und Globalisierung ihrer Werke gegen Ende und nach dem Zusammenbruch der sowjetischen Ordnung. Nikolaus Katzer (Hamburg) diskutiert diese Befunde in einem abschließenden Kommentar in vergleichender Perspektive und betrachtet die Produktion kultureller Bedeutung von Musik in den sich überlappenden Kontexten von Kaltem Krieg und sowjetischer Geschichte. Ergänzt werden die Aufsätze durch 16 Besprechungen von Neuerscheinungen zur osteuropäischen Geschichte. Parallel zu den gedruckten Rezensionen erschienen in den jgo.e-reviews 2019, 2 auf recensio.net weitere 29 Rezensionen in elektronischer Form.


Vorschau auf das offene Heft 4/2019:

John D. Stanley (Toronto), Developing Agency Accountability in the Duchy of Warsaw

Olli Kleemola (Turku), The Karelian Refugees during WWII and Their Photographic Narrative from 1940 to 2002

Barbara Martin (Basel), Roy Medvedev’s Political Diary: An Experiment in Free Socialist Press

Nachrufe: Mark von Hagen (1954–2019), Jürgen Zarusky (1958–2019)

Die Redaktion der JGO

Aktuelle Inhaltsverzeichnisse

Rezensionen online auf recensio.net (externer Link)

Chronikbeiträge online

Eingegangene Bücher zur Rezension

Beitragen: Für Autorinnen und Autoren

Volltext der Jahrbücher für Geschichte Osteurpas bis 2008 (externer Link)

Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg von Martin Schulze Wessel (München) und Dietmar Neutatz (Freiburg i. Br.) in Verbindung mit Jörg Baberowski (Berlin), Nada Boškovska (Zürich), Victoria Frede (Berkeley), Jan Hennings (Budapest), Hubertus Jahn (Cambridge), Kerstin Jobst (Wien), Yvonne Kleinmann (Halle/Wittenberg), Jan Kusber (Mainz), Svetlana Malyševa (Kazan’), Gertrud Pickhan (Berlin), Stefan Plaggenborg (Bochum), Elena Zubkova (Moskau).

Als Gutachterinnen und Gutachter wirkten in den vergangenen Jahren mit:

Eva-Maria Auch, Christoph Augustynowicz, Cornelia Aust, Martin Aust, Jörg Baberowski, Matthias Beer, Werner Benecke, Liliya Berezhnaya, Hermann Beyer-Thoma, Harald Binder, Kathrin Boeckh, Thomas Bohn, Hans-Jürgen Bömelburg, Kirsten Bönker, Nada Boškovska, Detlev Brandes, Katja Bruisch, Alfons Brüning, Ulf Brunnbauer, Klaus Buchenau, Dittmar Dahlmann, Paul Dukes, Chester S. L. Dunning, Mark Edele, Marc Elie, David Feest, Aleksandr Filjuškin, Ingo Frank, Gregory L. Freeze, Karin Friedrich, Moshe Gammer, Zaur Gasimov, Luminiţa Gătejel, Paul-Georg Geiß, Klaus Gestwa, William Godsey, Carsten Goehrke, Frank Golczewski, Katalin Göncsi, Constantin Goschler, Jörg Hackmann, Lutz Häfner, Heiko Haumann, Guido Hausmann, Seppo Hentilä, Julia Herzberg, Manfred Hildermeier, Bert Hoppe, Hubertus F. Jahn, Kerstin Jobst, Robert E. Jones, Andreas Kappeler, Michael Kemper, Agilolf Keßelring, Markus Koller, Walter Koschmal, Günther Kronenbitter, Katharina Kucher, Hiroaki Kuromiya, Jan Kusber, Aleksandr Lavrov, Maike Lehmann, Sonja Luehrmann, Ingrid Maier, Elina Maier, Svetlana Malyševa, Hans-Christian Maner, Stephan Merl, Olaf Mertelsmann, Wim P. van Meurs, Georg Michels, Christoph Mick, Irina Morozova, Wolfgang Mueller, Eduard Mühle, Mathias Niendorf, Julia Obertreis, Tanja Penter, Alexander Pereswetoff-Morath, Gertrud Pickhan, Bianca Pietrow-Ennker, Pärtel Piirimäe, Gert von Pistohlkors, Stefan Plaggenborg, Dieter Pohl, Ellinor von Puttkamer, Joachim von Puttkamer, Ada Raev, Christian A. Raffensperger, Oliver Reisner, Andreas Renner, Kimmo Rentola, Stefan Rohdewald, Isabel Röskau-Rydel, Harald Roth, Angela Rustemeyer, Monica Rüthers, James Ryan, Kurt Scharr, Ralph Schattkowsky, Carmen Scheide, Wolfram von Scheliha, Benjamin Schenk, Michael Schippan, Joanthan Shepard, Walter Sperling, Matthias Stadelmann, Natali Stegmann, John W. Steinberg, Ludwig Steindorff, Svetlana Suveica, Manfred Thaller, Ralph Tuchtenhagen, Annette Vowinckel, Tobias Weger, Andreas Wehrmeyer, Anna Veronika Wendland, Stefan Wiederkehr, Martina Winkler, Christoph Witzenrath, Elena Ju. Zubkova.

Wir danken für die Zusammenarbeit!


Manuskripte sind herzlich willkommen. Wir bitten sie bevorzugt als E-Mail-Anhang an die Redaktion zu senden: Melanie Arndt (jahrbuecher(at)ios-regensburg.de).
Postadresse: Redaktion der Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Landshuterstr. 4, D-93047 Regensburg.

Die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas sind eine referierte Zeitschrift. Alle Aufsatzbeiträge werden im doppelt-blinden Verfahren von mindestens zwei unabhängigen Fachgutachterinnen bzw. -gutachtern befürwortet.

Die Jahrbücher veröffentlichen keine Zweitpublikationen. Aufsätze dürfen auch nicht mehr oder weniger zeitgleich anderweitig angeboten oder publiziert werden, auch nicht in anderen Sprachen.

Verlag: Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH, Sitz Stuttgart, Birkenwaldstraße 44, D-70191 Stuttgart; Postfach 101061, D-70009 Stuttgart

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