IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Regensburger Vorträge zum östlichen Europa

Die einzelnen Termine und Vortragsthemen entnehmen Sie bitte dem Plakat.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier.

Inequalities and Redistribution in Central and Eastern Europe

12th Joint IOS/APB/EACES Summer Academy on Central and Eastern Europe 2020.
Call for papers
Submission deadline: April 1, 2020.
Dates: July 6–8, 2020
Location: Akademie für Politische Bildung Tutzing on Lake Starnberg near Munich

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS), Landshuter Str. 4 (Raum 109)
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas (JGO) Neue Folge (München 1953 ff.)

Herausgegeben im Auftrag des IOS von Martin Schulze Wessel und Dietmar Neutatz

Das zweite Heft des 67. Jahrgangs der „Jahrbücher für Geschichte Osteuropas“ ist ein offenes Heft, dessen Beiträge eine Zeitspanne vom 18. bis zum 20. Jahrhundert umfassen. Gleich zwei Beiträge beschäftigen sich mit staatlichen Maßnahmen/Politik zur Prävention von Hungerkrisen. Marten Seppel (Tartu) untersucht, wie im 18. und 19. Jahrhundert in den baltischen Provinzen des Zarenreiches versucht wurde, mittels kommunaler Getreidespeicher Vorräte anzulegen, die auch in Jahren mit Missernten vor einer Hungersnot schützen sollten. Seppel zeigt, dass diese Speicher, die bis 1917 existierten, ihren Zweck nicht erfüllten und stattdessen mehr Probleme als Lösungen brachten. Lari Rantanen (Turku) beschäftigt sich in seinem Beitrag mit staatlichen Reaktionen auf die Hungerkrise der 1860er Jahre im Großfürstentum Finnland. Er analysiert die Rolle des Hegelianers und Wirtschaftssenators Johan Vilhelm Snellman in den Auseinandersetzungen zwischen dem Großfürstentum und dem Zarenreich sowie dem finnischen Senat und dem finnischen Reichstag. Im Mittelpunkt des Aufsatzes von Peter Kaiser (Freiburg) steht der langjährige Generalsekretär des Komsomol, Aleksandr Kosarev, zur Zeit des „Großen Terrors“ (1936–1939). Kaiser lotet die Handlungsspielräume des Komsomol-Chefs aus und zeichnet die Praktiken seiner Machtausübung während der Stalinschen „Säuberungen“ nach, denen Kosarev 1939 schließlich selbst zum Opfer fiel. Die letzte Abhandlung des Heftes widmet sich der poststalinistischen Geschichte der Sowjetunion aus der Perspektive der Schallplattenproduktion. Michel Abeßer (Freiburg) entfaltet darin die komplexe kultur- und wirtschaftspolitische Verflechtung der Sowjetunion mit dem Westen, die sich aus dem Bestreben ergab, sowjetische Musik auf dem Weltmarkt zu präsentieren.
Ergänzt werden die Artikel von 27 Rezensionen neuer Forschungsliteratur zur Geschichte Osteuropas. 30 weitere Besprechungen sind parallel zum Heft online in den „jgo.e-reviews“ 2018, 4 auf www.recensio.net erschienen.

>> Zum Inhalt


Vorschau auf Heft 3/2019, Themenheft Sowjetische Klangwelten und multinationale Erfahrung in der späten Sowjetunion, hrsg. von Manfred Zeller (Bremen) und Moritz Florin (Erlangen) :

Moritz Florin, Manfred Zeller: Einführung

Leah Goldman (Washington): Nationally Informed: The Politics of National Minority Music during Late Stalinism

Arkadi Miller (Berlin): Die Sowjetunion hören: Musikübertragungen im Moskauer Radio und Hörerpost in den 1950er und 1960er Jahren

Michel Abeßer (Freiburg): Progressiv weil national? Estland und die Neuerfindung des sowjetischen Jazz zwischen 1945 und 1970

Ingo Grabowsky (Bochum): Schundsänger gegen die organisierte Langeweile. Westliches Image und Regionalität als Erfolgsrezept im sowjetischen Schlager der 1950er bis 1970er Jahre

Boris Belge (Basel): Wie sowjetische Musik russisch wurde, oder: Die Avantgarde im Spät- und -Postsozialismus neu erfinden (1970–1998)

Nikolaus Katzer (Hamburg): Kommentar

Die Redaktion der JGO

Aktuelle Inhaltsverzeichnisse

Rezensionen online auf recensio.net (externer Link)

Chronikbeiträge online

Eingegangene Bücher zur Rezension

Beitragen: Für Autorinnen und Autoren

Volltext der Jahrbücher für Geschichte Osteurpas bis 2008 (externer Link)

Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg von Martin Schulze Wessel (München) und Dietmar Neutatz (Freiburg i. Br.) in Verbindung mit Jörg Baberowski (Berlin), Nada Boškovska (Zürich), Victoria Frede (Berkeley), Jan Hennings (Budapest), Hubertus Jahn (Cambridge), Kerstin Jobst (Wien), Yvonne Kleinmann (Halle/Wittenberg), Jan Kusber (Mainz), Svetlana Malyševa (Kazan’), Gertrud Pickhan (Berlin), Stefan Plaggenborg (Bochum), Elena Zubkova (Moskau).

Als Gutachterinnen und Gutachter wirkten in den vergangenen Jahren mit:

Eva-Maria Auch, Christoph Augustynowicz, Cornelia Aust, Martin Aust, Jörg Baberowski, Matthias Beer, Werner Benecke, Liliya Berezhnaya, Hermann Beyer-Thoma, Harald Binder, Kathrin Boeckh, Thomas Bohn, Hans-Jürgen Bömelburg, Kirsten Bönker, Nada Boškovska, Detlev Brandes, Katja Bruisch, Alfons Brüning, Ulf Brunnbauer, Klaus Buchenau, Dittmar Dahlmann, Paul Dukes, Chester S. L. Dunning, Mark Edele, Marc Elie, David Feest, Aleksandr Filjuškin, Ingo Frank, Gregory L. Freeze, Karin Friedrich, Moshe Gammer, Zaur Gasimov, Luminiţa Gătejel, Paul-Georg Geiß, Klaus Gestwa, William Godsey, Carsten Goehrke, Frank Golczewski, Katalin Göncsi, Constantin Goschler, Jörg Hackmann, Lutz Häfner, Heiko Haumann, Guido Hausmann, Seppo Hentilä, Julia Herzberg, Manfred Hildermeier, Bert Hoppe, Hubertus F. Jahn, Kerstin Jobst, Robert E. Jones, Andreas Kappeler, Michael Kemper, Agilolf Keßelring, Markus Koller, Walter Koschmal, Günther Kronenbitter, Katharina Kucher, Hiroaki Kuromiya, Jan Kusber, Aleksandr Lavrov, Maike Lehmann, Sonja Luehrmann, Ingrid Maier, Elina Maier, Svetlana Malyševa, Hans-Christian Maner, Stephan Merl, Olaf Mertelsmann, Wim P. van Meurs, Georg Michels, Christoph Mick, Irina Morozova, Wolfgang Mueller, Eduard Mühle, Mathias Niendorf, Julia Obertreis, Tanja Penter, Alexander Pereswetoff-Morath, Gertrud Pickhan, Bianca Pietrow-Ennker, Pärtel Piirimäe, Gert von Pistohlkors, Stefan Plaggenborg, Dieter Pohl, Ellinor von Puttkamer, Joachim von Puttkamer, Ada Raev, Christian A. Raffensperger, Oliver Reisner, Andreas Renner, Kimmo Rentola, Stefan Rohdewald, Isabel Röskau-Rydel, Harald Roth, Angela Rustemeyer, Monica Rüthers, James Ryan, Kurt Scharr, Ralph Schattkowsky, Carmen Scheide, Wolfram von Scheliha, Benjamin Schenk, Michael Schippan, Joanthan Shepard, Walter Sperling, Matthias Stadelmann, Natali Stegmann, John W. Steinberg, Ludwig Steindorff, Svetlana Suveica, Manfred Thaller, Ralph Tuchtenhagen, Annette Vowinckel, Tobias Weger, Andreas Wehrmeyer, Anna Veronika Wendland, Stefan Wiederkehr, Martina Winkler, Christoph Witzenrath, Elena Ju. Zubkova.

Wir danken für die Zusammenarbeit!


Manuskripte sind herzlich willkommen. Wir bitten sie bevorzugt als E-Mail-Anhang an die Redaktion zu senden: Melanie Arndt (jahrbuecher(at)ios-regensburg.de).
Postadresse: Redaktion der Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Landshuterstr. 4, D-93047 Regensburg.

Die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas sind eine referierte Zeitschrift. Alle Aufsatzbeiträge werden im doppelt-blinden Verfahren von mindestens zwei unabhängigen Fachgutachterinnen bzw. -gutachtern befürwortet.

Die Jahrbücher veröffentlichen keine Zweitpublikationen. Aufsätze dürfen auch nicht mehr oder weniger zeitgleich anderweitig angeboten oder publiziert werden, auch nicht in anderen Sprachen.

Verlag: Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH, Sitz Stuttgart, Birkenwaldstraße 44, D-70191 Stuttgart; Postfach 101061, D-70009 Stuttgart

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