IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Regensburger Vorträge zum östlichen Europa

Die einzelnen Termine und Vortragsthemen entnehmen Sie bitte dem Plakat.
Detaillierte Informationen zu den einzelnen Vorträgen finden Sie hier.

7th IOS Annual Conference: Firms and Social Change in Eastern and South-Eastern Europe. Historical, Political and Economic Perspectives
Datum
: Donnerstag, 23.05. bis Samstag, 25.05.2019
Ort
: Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS)
Flyer
Plakat
Anmeldung zur Eröffnungsveranstaltung

Summer Academy 2019: Socioeconomic consequences of climate change, disasters, and extreme events: Individual outcomes, regional development, and mitigation policies.

11th Joint IOS/APB/EACES Summer Academy on Central and Eastern Europe.
Dates: July 8-10, 2019
Location: Akademie für Politische Bildung Tutzing on Lake Starnberg near Munich
Call for papers

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS), Landshuter Str. 4 (Raum 109)
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm Sommersemester 2019

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Jahrbücher für Geschichte Osteuropas (JGO) Neue Folge (München 1953 ff.)

Herausgegeben im Auftrag des IOS von Martin Schulze Wessel und Dietmar Neutatz

Das Themenspektrum des letzten, offenen Heftes des 66. Jahrgangs reicht von der Instrumentalisierung mittelalterlicher Heldenlegenden bis hin zur Debatte um den Stalinismus ‚von unten‘ in der westlichen Osteuropaforschung Ende der 1980er Jahre. Den Auftakt macht der Petersburger Historiker Alexander Filyushkin mit seiner Studie über Mittelalterrezeptionen / medievialism in der Geschichte und Erinnerungskultur der altrussischen Stadt Pskov. Er zeigt, wie über Jahrhunderte hinweg bestimmte Elemente der (konstruierten) Geschichte des Mittelalters genutzt wurden, um die russische Nationsbildung voranzutreiben. Russlandbilder ganz anderer Art stehen im Mittelpunkt des Aufsatzes von Lukas Grawe (Bremen). Er untersucht, wie deutsche Generalstabsoffiziere Russland und „die Russen“ um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert wahrnahmen. Deutlich wird dabei, wie sehr diese Perzeptionen von Stereotypen – „dumm, faul und trunksüchtig“, aber naturverbunden und stark – geprägt waren, die auf einer weit verbreiteten Russophobie im deutschen Bürgertum dieser Zeit beruhten. Zugleich imponierten den deutschen Generalstabsoffizieren der Machtzuwachs und das wirtschaftliche Potenzial des Zarenreiches vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der Zweite Weltkrieg ist Thema des Aufsatzes des ukrainischen Historikers Dmytro Tytarenko (Kryvyj Rih, derzeit in Heidelberg). Er analysiert die Ziele, Mittel und Wirkungen der nationalsozialistischen Propaganda im Militärverwaltungsgebiet der Ukraine von 1941 bis 1943. Mit Hilfe von gedruckter Propaganda (Presse, Flugblätter und Plakate) sowie Rundfunksendungen und Filmen versuchten deutsche Propagandaeinheiten, bestimmte Bilder von Deutschland zu verbreiten – durchaus erfolgreich, wie Tytarenko anhand von Zeitzeugenaussagen schlussfolgert. Der letzte Beitrag des Heftes historisiert eine der größten Kontroversen in der historischen Erforschung der Sowjetunion – den sogenannten Revisionsmusstreit. 1986 hatte die Sozialhistorikerin Sheila Fitzpatrick gefordert, die Herrschaft Stalins nicht mehr entlang der Totalitarismustheorie zu erklären, sondern anhand ihrer sozialstrukturellen Grundlagen. Martin Wagner (Berlin) schlüsselt die unterschiedlichen Positionen auf, systematisiert sie und hinterfragt deren Wirkungen für die spätere Osteuropaforschung. Ergänzt werden die Aufsätze durch 22 Besprechungen von Neuerscheinungen der osteuropäischen Geschichte. Parallel zu den gedruckten Rezensionen erschienen in den jgo. e-reviews 2018, 2 auf Recencio.net 32 weitere Besprechungen in elektronischer Form.

>> Zum Inhalt


Vorschau auf Heft 1/2019:

Themenheft „Children on Display. Children’s History, Socialism and Photography” hrsg. von Martina Winkler (Kiel)

Martina Winkler (Kiel): Introduction. Children on Display. Children’s History, Socialism and Photography. 

Serguei Alex. Oushakine (Princeton): Realism with Gaze-Appeal: On Lenin, Children, and Photomontage.

Monica Rüthers (Hamburg): Picturing Soviet Childhood: Photo Albums of Pioneer Camps.

Martina Winkler (Kiel): Imagining Socialist Childhoods: Photographs of Children in 1950s Czechoslovakia.

Anja Tippner (Hamburg): Ulitskaia’s Childhood 45–53: Documenting Nostalgic Images and Memories of Growing-Up Soviet after the Great War.

Die Redaktion der JGO

Aktuelle Inhaltsverzeichnisse

Rezensionen online auf recensio.net (externer Link)

Chronikbeiträge online

Eingegangene Bücher zur Rezension

Beitragen: Für Autorinnen und Autoren

Volltext der Jahrbücher für Geschichte Osteurpas bis 2008 (externer Link)

Herausgegeben im Auftrag des Leibniz-Instituts für Ost- und Südosteuropaforschung Regensburg von Martin Schulze Wessel (München) und Dietmar Neutatz (Freiburg i. Br.) in Verbindung mit Jörg Baberowski (Berlin), Nada Boškovska (Zürich), Victoria Frede (Berkeley), Jan Hennings (Budapest), Hubertus Jahn (Cambridge), Kerstin Jobst (Wien), Yvonne Kleinmann (Halle/Wittenberg), Jan Kusber (Mainz), Svetlana Malyševa (Kazan’), Gertrud Pickhan (Berlin), Stefan Plaggenborg (Bochum), Elena Zubkova (Moskau).

Als Gutachterinnen und Gutachter wirkten in den vergangenen Jahren mit:

Eva-Maria Auch, Christoph Augustynowicz, Cornelia Aust, Martin Aust, Jörg Baberowski, Matthias Beer, Werner Benecke, Liliya Berezhnaya, Hermann Beyer-Thoma, Harald Binder, Kathrin Boeckh, Thomas Bohn, Hans-Jürgen Bömelburg, Kirsten Bönker, Nada Boškovska, Detlev Brandes, Katja Bruisch, Alfons Brüning, Ulf Brunnbauer, Klaus Buchenau, Dittmar Dahlmann, Paul Dukes, Chester S. L. Dunning, Mark Edele, Marc Elie, David Feest, Aleksandr Filjuškin, Ingo Frank, Gregory L. Freeze, Karin Friedrich, Moshe Gammer, Zaur Gasimov, Luminiţa Gătejel, Paul-Georg Geiß, Klaus Gestwa, William Godsey, Carsten Goehrke, Frank Golczewski, Katalin Göncsi, Constantin Goschler, Jörg Hackmann, Lutz Häfner, Heiko Haumann, Guido Hausmann, Seppo Hentilä, Julia Herzberg, Manfred Hildermeier, Bert Hoppe, Hubertus F. Jahn, Kerstin Jobst, Robert E. Jones, Andreas Kappeler, Michael Kemper, Agilolf Keßelring, Markus Koller, Walter Koschmal, Günther Kronenbitter, Katharina Kucher, Hiroaki Kuromiya, Jan Kusber, Aleksandr Lavrov, Maike Lehmann, Sonja Luehrmann, Ingrid Maier, Elina Maier, Svetlana Malyševa, Hans-Christian Maner, Stephan Merl, Olaf Mertelsmann, Wim P. van Meurs, Georg Michels, Christoph Mick, Irina Morozova, Wolfgang Mueller, Eduard Mühle, Mathias Niendorf, Julia Obertreis, Tanja Penter, Alexander Pereswetoff-Morath, Gertrud Pickhan, Bianca Pietrow-Ennker, Pärtel Piirimäe, Gert von Pistohlkors, Stefan Plaggenborg, Dieter Pohl, Ellinor von Puttkamer, Joachim von Puttkamer, Ada Raev, Christian A. Raffensperger, Oliver Reisner, Andreas Renner, Kimmo Rentola, Stefan Rohdewald, Isabel Röskau-Rydel, Harald Roth, Angela Rustemeyer, Monica Rüthers, James Ryan, Kurt Scharr, Ralph Schattkowsky, Carmen Scheide, Wolfram von Scheliha, Benjamin Schenk, Michael Schippan, Joanthan Shepard, Walter Sperling, Matthias Stadelmann, Natali Stegmann, John W. Steinberg, Ludwig Steindorff, Svetlana Suveica, Manfred Thaller, Ralph Tuchtenhagen, Annette Vowinckel, Tobias Weger, Andreas Wehrmeyer, Anna Veronika Wendland, Stefan Wiederkehr, Martina Winkler, Christoph Witzenrath, Elena Ju. Zubkova.

Wir danken für die Zusammenarbeit!


Manuskripte sind herzlich willkommen. Wir bitten sie bevorzugt als E-Mail-Anhang an die Redaktion zu senden: Melanie Arndt (jahrbuecher(at)ios-regensburg.de).
Postadresse: Redaktion der Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung, Landshuterstr. 4, D-93047 Regensburg.

Die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas sind eine referierte Zeitschrift. Alle Aufsatzbeiträge werden im doppelt-blinden Verfahren von mindestens zwei unabhängigen Fachgutachterinnen bzw. -gutachtern befürwortet.

Die Jahrbücher veröffentlichen keine Zweitpublikationen. Aufsätze dürfen auch nicht mehr oder weniger zeitgleich anderweitig angeboten oder publiziert werden, auch nicht in anderen Sprachen.

Verlag: Franz Steiner Verlag Wiesbaden GmbH, Sitz Stuttgart, Birkenwaldstraße 44, D-70191 Stuttgart; Postfach 101061, D-70009 Stuttgart

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