IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: Leibniz-Institut für Ost-und Südosteuropaforschung (IOS); vorerst online via Zoom, Anmeldung.
Programm

Forschungslabor: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr (Lehrstuhl) oder 16–18 Uhr (Graduiertenschule und Leibniz-WissenschaftsCampus)
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz
26. Januar 2021

Frauen auf der Flucht: Zur Rolle sozialer Netzwerke im Migrationsprozess

Ein Vortrag von Dr. Jutta Lauth Bacas, Sozialanthropologin aus Köln, im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Auf der Flucht: Frauen und Migration". Die Teilnahme ist kostenlos.
Kooperationspartner: Jugendmigrationsdienst der Evang. Jugendwerkstatt, Leibniz Institut für Ost und Südosteuropa (IOS) Regensburg
Moderation: Prof. Dr. Ulf Brunnbauer
Datum: Dienstag, 26.01.2021
Zeit: 19.00 Uhr
Ort: online / via ZOOM (Die Anmeldung erfolgt über das Evangelisches Bildungswerk Regensburg)
Plakat


26. Januar 2021

The effect of ethnic diversity on income – an empirical investigation using survey data from a post- conflict environment

Ein Vortrag von Geoff Pugh and Adnan Efendic (Staffordshire University/University of Sarajevo) im Rahmen der Seminarreihe des AB Ökonomie am IOS.
Datum: 26. Januar 2021
Zeit: 13.30 Uhr
Ort: Online via Zoom, Anmeldung

This empirical study is based on nationally representative cross-sectional survey data gathered to investigate the effect of ethnic diversity on personal and family incomes in Bosnia and Herzegovina (BiH), a post-conflict society. The 1992–1995 conflict was harmful for ethnic diversity. Yet, two decades later, where it still exists, ethnic diversity gives rise to positive economic consequences. After controlling for other influences, the authors find lower probabilities of respondents in ethnically diverse neighbourhoods being in the lowest income categories but higher probabilities of being in medium and higher income categories. The largest effects are the reduced probabilities of respondents reporting no income, and are thus particularly relevant to poverty reduction. At the limit, their estimates imply an income gap of more than 20 per cent between a counter-factual completely heterogenous environment and a counter-factual completely homogenous environment. Policy makers in this post-conflict country, and in similar environments elsewhere, should take into consideration the economic costs of policies supporting ethnic homogeneity over diversity.


25. Januar 2021

Vom amerikanischen Frieden zum Rosenkrieg? Die sicherheitspolitische Beziehungskrise zwischen Europa und den USA

Ein Vortrag von Gerlinde Groitl (Politikwissenschaften, UR) im Rahmen der Ringvorlesung „Special Relations Revisited: Europa und die USA seit dem 19. Jahrhundert“.
Datum: Montag, 25. Januar 2021
Zeit: 18.15 Uhr
Ort: online / via ZOOM  (https://uni-regensburg.zoom.us/j/85892790976, Meeting ID: 858 9279 0976)

Zum Vortragsinhalt:
Die Sicherheit Europas ist seit der Gründung der NATO im Jahr 1949 eine transatlantische Angelegenheit. In historischer Perspektive war für die USA ein solches allianzpolitisches Engagement keineswegs selbstverständlich. Doch letztlich waren es gerade die USA als langfristiger, verlässlicher Sicherheitsgarant, die maßgeblich zum Aufbau einer stabilen Friedensordnung in Europa beigetragen haben. Selbst nach dem Ende des Kalten Kriegs gelang es, das transatlantische Bündnis an neue Herausforderungen anzupassen. Doch in den letzten Jahren dominierte zunehmend der Streit, die Themen reichten von der Lastenteilung im Bündnis, der Bündnissolidarität im Afghanistaneinsatz über den richtigen Umgang mit Russland und die europäischen Fähigkeitslücken. Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump hat das ohnehin angespannte Verhältnis in den vergangenen vier Jahren auf eine weitere harte Probe gestellt. Die Vorlesung beleuchtet die Entwicklung und die Perspektiven der transatlantischen Sicherheitspartnerschaft und ordnet aktuelle Debatten im Gespräch mit dem Publikum ein.

Zur Person:
Gerlinde Groitl ist Politikwissenschaftlerin im Bereich Internationale Politik und transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg, wo sie auch promoviert hat. Sie hat auch an der Johns Hopkins University in Washington und der London School of Economics and Political Science (LSE) geforscht. Ihre Schwerpunkte sind die US-amerikanische, deutsche und europäische Außen- und Sicherheitspolitik, die transatlantischen Beziehungen sowie Großmachtbeziehungen, Strategiestudien und Weltordnungsfragen.
Weiterführende Informationen zum Inhalt dieses Vortrags finden Sie in Gerlinde Groitls kürzlich erschienener Veröffentlichung: “Die USA und die transatlantischen Beziehungen: Ende einer Ära?“ Handbuch Politik USA. 2nd ed. Ed. Markus B. Siewert, Christian Lammert und Boris Vormann. Wiesbaden: Springer, 2020. 633-43.

Kooperationspartner: Leibniz-WissenschaftsCampus Regensburg Europa und Amerika in der modernen Welt sowie das Center for International and Transnational Area Studies (CITAS) der Universität Regensburg.


19. Januar 2021

State capacity and local economic development: The Russian state in the Urals

Ein Vortrag von Gerda Asmus (University of California San Diego and Heidelberg University) im Rahmen der Seminarreihe des AB Ökonomie am IOS.
Datum: 19. Januar 2021
Zeit: 17.00 Uhr!
Ort: Online via Zoom, Anmeldung

This study investigates the causal effect of state capacity at the subnational level on economic development. For this purpose, it takes advantage of the increase in state capacity in the aftermath of the largest peasant rebellion in Tsarist Russia which took place in the southern part of the Urals between 1773 and 1775. There is indeed ample historical evidence suggesting that in the wake of the rebellion, the Russian imperial state increased the number of military and civilian administrators in the southern Urals. The empirical approach compares changes in developmental outcomes in areas marginally affected by the rebellion to those who were marginally not affected, by employing a geographic regression discontinuity design along the boundary of the rebels' movements. The results suggest that the local development of state capacity following the rebellion had persistent effects on economic development until World War I.


18. Januar 2021

“Unofficial Ambassadors?” Military Spouses in the Transatlantic World

Ein Vortrag von Katharina Gerund (Amerikanistik, FAU Erlangen-Nürnberg) im Rahmen der Ringvorlesung „Special Relations Revisited: Europa und die USA seit dem 19. Jahrhundert“.
Datum: Montag, 18. Januar 2021
Zeit: 18.15 Uhr
Ort: online / via ZOOM  (https://uni-regensburg.zoom.us/j/85892790976, Meeting ID: 858 9279 0976)

Zum Vortragsinhalt:
„Inoffizielle Botschafter*innen?“ Ehepartner*innen von Militärpersonal in der transatlantischen Welt

Im Kontext des sogenannten Kalten Krieges begann das US-Militär im großen Rahmen damit, die Ehepartner*innen von stationierten Soldat*innen dabei zu unterstützen, sich ihren Gatt*innen vor Ort anzuschließen. Wie Donna Alvah gezeigt hat, wurden military spouses oft zu „inoffiziellen Botschafter*innen“ der amerikanischen Kultur und agierten so durch die soft power der Diplomatie. Mein Vortrag wird diese Nachkriegsrolle als Ausgangspunkt nehmen und sich auf die (zum Teil) neuen Aufgaben für die Ehepartner*innen seit der Umgestaltung des US-Militärs durch die Abschaffung der Wehrpflicht und besonders im Kontext des „Krieg gegen den Terrorismus“ konzentrieren. Basierend auf der Analyse von verschiedenen kulturellen Repräsentationen von militärischen Ehepartner*innen im 21. Jahrhundert (darunter Magazine, life writing, und fiktionale Darstellungen) zeige ich, wie (transatlantische) Mobilität, Reisen und kulturelle Berührungen den öffentlichen Diskurs über und von military spouses geprägt haben. Doch ich argumentiere, dass die Ehegatt*innen in der kulturellen Vorstellung der USA primär zu inoffiziellen Botschafter*innen in den Staaten wurden, wo ihnen ein doppelter Auftrag zukommt: für die Kriege in Afghanistan und im Irak zu werben und die wachsende „Lücke der Vertrautheit“ (familiarity gap) zwischen der Zivilgesellschaft und der Militärkultur zu überbrücken.
Der Vortrag findet in der englischen Sprache statt. 

Zur Person: Katharina Gerund ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Amerikanistik an der FAU. Zu ihre Forschungsinteressen gehören u.a. Amerikanisierung und kulturelle Mobilität, Gender und Feminismus, und Emotionen und Sentimentalität. Sie ist Koordinatorin des durch das DFG-geförderten „Global Sentimentality Project“.

Kooperationspartner: Leibniz-WissenschaftsCampus Regensburg Europa und Amerika in der modernen Welt sowie das Center for International and Transnational Area Studies (CITAS) der Universität Regensburg.


12. Januar 2021

An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Journalismus, oder Freude an der Komplexität

Ein Vortrag von Leonid Klimov, Dekoder. Kooperationspartner: Leibniz-Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS).
Datum: Dienstag, 12.01.2021
Zeit: 14-16 Uhr
Ort: online / via ZOOM (https://uni-regensburg.zoom.us/j/82622179586)
.ics Datei herunterladen

Im Vortrag wird Leonid Klimov das dekoder-lab Projekt vorstellen. Es wird eine anschließende Diskussion zur guten Praxis in der Wissenschaftskommunikation geben. Weitere Information finden Sie hier.


12. Januar 2021

Did the Soviets Solve the “Productivity Puzzle”? Gender Differences in Science

Ein Vortrag von Ina Ganguli (University of Massachusetts Amherst) im Rahmen der Seminarreihe des AB Ökonomie am IOS.
Datum: 12. Januar 2021
Zeit: 15.00 Uhr!
Ort: Online via Zoom, Anmeldung

It is well documented that women are underrepresented in science and that they tend to publish fewer scientific articles than men, commonly known as the “productivity puzzle”. We might expect these gaps to have been smaller in the Soviet Union, which had a large scientific labor force and ideology stressing gender equality in the labor market. Using a large unique dataset of over 15,000 Soviet scientists and their publications, I estimate a gender gap in publications of 24% in Russia during Soviet times, with a small deterioration to 27% after the Soviet collapse. Both estimates are larger than published estimates of the gap during these periods in the US. The gender gap in citations was even larger than the publication gap, at close to 50% in both periods. Analysis of panel data for Soviet scientists shows that the productivity gap increased in part because women experienced a greater fall in publications after the end of the USSR compared to men. I show that an important factor in the size and dynamics of the gender gap was likely gender segregation by scientific field; women were much more likely to be in the Life Sciences and Chemistry than in Physics and Mathematics, and these were the fields that had the greatest declines in productivity and from which individuals were the most likely to exit science.


21. Dezember 2020
IOS

Cindy Wittke bei AcademiaNet aufgenommen

Auf Vorschlag der Leibniz-Gemeinschaft ist Cindy Wittke, Leiterin der politikwissenschaftlichen IOS-Nachwuchsgruppe, in AcademiaNet aufgenommen worden. Das Online-Portal für herausragende Akademikerinnen enthält die Profile von mehr als 2800 Wissenschaftlerinnen aller Disziplinen aus ganz Europa. Die Datenbank soll deren Präsenz und Sichtbarkeit erhöhen und damit auch die Chancen, zum Beispiel wissenschaftliche Führungspositionen zu besetzen, Referate auf Fachkongressen zu halten oder als Expertinnen den Medien Auskunft zu geben. Das Portal wurde 2010 von der Robert Bosch Stiftung gegründet und wird inzwischen vom Schweizerischen Nationalfonds getragen. Für die Aufnahme – die auf Vorschlag von Einrichtungen wie eben der Leibniz-Gemeinschaft erfolgt – gelten strenge Kriterien, darunter herausragende akademische Leistungen und ein klares akademisches Profil. Vom IOS war zuletzt Melanie Arndt auf AcademiaNet gelistet, die inzwischen eine Professur an die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg innehat. Zum Profil von Cindy Wittke hier.


15. Dezember 2020

Double-Edged Sword: Persistent Effects of Communism on Life Satisfaction in Eastern Europe

Ein Vortrag von Olga Popova (IOS Regensburg) im Rahmen der Seminarreihe des AB Ökonomie am IOS.
Datum: 15. Dezember 2020
Zeit: 15.00 Uhr!
Ort: Online via Zoom, Anmeldung

Communism was a two-edged sword for those trusted by the former regime. Communist party members and their relatives enjoyed status, privileges, and connections. At the same time, secret police informants were coerced to work clandestinely and gather compromising materials about friends, colleagues, and neighbors. After the fall of Communism, CEE countries and the Baltics exposed informants and regime collaborators, while most of the FSU countries have not done so. Using the 2016 Life in Transition Survey, we examine the long-term consequences of connections to the communist regime for satisfaction in Central and Eastern Europe (CEE) and the former Soviet Union (FSU). In the FSU, we find that individuals with connections to the former Communist party are more satisfied, but those who themselves served as informants to the secret police or had relatives coerced to do that are less satisfied with their lives than those without such connections. The life satisfaction premium for being associated with the former Communist party is, on average, equivalent to monthly household income. At the same time, the costs of being an informant are equivalent to two monthly household incomes. The opposite holds in the CEE and Baltics, There, former Communist party connections negatively influence present-day life satisfaction, and this loss is equivalent to a third of monthly income, but secret service informant ties do not matter. We also empirically test channels that may explain those effects. The findings underscore that the Communist party connections have a persistent but differential effect on life satisfaction.


14. Dezember 2020

Wie amerikanisch war Elvis? Die Entstehung einer transatlantischen Popkultur im Kalten Krieg

Ein Vortrag von Mathias Häußler (UR, Europäische Geschichte) im Rahmen der Ringvorlesung des Leibniz-WissenschaftsCampus "Europa und Amerika" und des CITAS "Special Relations Revisited: Europa und die USA seit dem 19. Jahrhundert".
Datum: Montag, 14. Dezember 2020
Zeit: 18.15 Uhr
Ort: online / via ZOOM  (https://uni-regensburg.zoom.us/j/85892790976, Meeting ID: 858 9279 0976)
.ics Datei herunterladen
Plakat

Zum Vortragsinhalt:
Heute zählt Elvis Presley neben Micky Maus und Coca-Cola geradezu selbstverständlich zu den bedeutendsten popkulturellen Symbolen der Vereinigten Staaten; sein ursprünglicher Aufstieg in den 1950er Jahren war jedoch zutiefst umstritten. Innerhalb der USA wurden Presleys laszive Bühnenauftritte und Adaptionen afroamerikanischer Rhythm and Blues Musik als Provokation des vermeintlichen gesellschaftlichen Konsens in Eisenhowers zutiefst konservativen Amerika wahrgenommen; in anderen Teilen der Welt stand Elvis oftmals synonym für die umstrittene Expansion amerikanischer Massenkultur und Konsumismus vor dem Hintergrund des Kalten Kriegs. Dieser Vortrag beleuchtet die Verwandlung Presleys von einer rebellischen Teenagerfigur zu einem der größten popkulturellen Ikonen der Vereinigten Staaten und untersucht, wie größere Fragen amerikanischer Identität durch die öffentliche Figur des Sängers verhandelt wurden. Er interpretiert Elvis Presley hierbei als Wegbereiter einer transatlantischen Jugendkultur und zeigt, wie Popkultur und Konsumismus das öffentliche Bild der Vereinigten Staaten während des Ost-West-Konflikts beeinflussen konnten.
Der Vortrag basiert auf dem neuesten Buch von Mathias Häußler, Inventing Elvis: An American Icon in a Cold War World. Das Buch erschien am Anfang Dezember mit dem renommierten Verlag Bloomsbury Academic.

Zur Person:
Mathias Häußler ist akademischer Rat a.Z. am Lehrstuhl für europäische Geschichte an der UR. Er promovierte an der University of Cambridge. Sein erstes Buch Helmut Schmidt and British-German Relations: A European Misunderstanding, (Cambridge University Press, 2019) basiert auf der Dissertation. Neben der Politikgeschichte und Geschichte der internationalen Beziehung, beschäftigt er sich in seiner Forschung auch mit der populären Kultur, u.a. mit Elvis Presley und Massentourismus im 19. Jahrhundert.

Kooperationspartner:
Leibniz-WissenschaftsCampus Regensburg Europa und Amerika in der modernen Welt sowie das Center for International and Transnational Area Studies (CITAS) der Universität Regensburg


Treffer 1 bis 10 von 578

1

2

3

4

5

6

7

Nächste >