IOS-NEWSLETTER 
Forschung, Veranstaltungen, Publikationen

Seminarreihe des Arbeitsbereichs Ökonomie am IOS

Zeit: Dienstag, 13.30–15.00 Uhr
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 109)
Programm Sommer 2017

Forschungskolloquium: „Geschichte und Sozialanthropologie Südost‐ und Osteuropas“

Zeit: Donnerstag, 14–16 Uhr
Ort: WiOS, Landshuter Str. 4 (Raum 017)
Programm Sommersemester 2017

Doppeltagung (Regensburg, Marburg):

Bilder und Sprachen von Not, Gewalt und Mobilisierung. Das östliche Europa nach 1918 in medialen Repräsentationen

Call for papers

1. Tagung: Der Nachkrieg
IOS Regensburg 12.–13. April 2018

Eine ausführliche Beschreibung der Tagung und des CfP finden Sie hier.
Bitte bewerben Sie sich über dieses Onlineportal.
Deadline für Referatsvorschläge: 31. Juli 2017

Freie Stellen Text
Gastwiss. Programm Text
Leibniz

Herausgeber: Ulf Brunnbauer, Martin Schulze Wessel, Peter Haslinger
Redaktion am IOS: Hermann Beyer-Thoma (Koordination), Konrad Clewing, Peter Mario Kreuter
Kontakt: beyer-thomaclearclearclearclearclearios-regensburgclearclearde   

Die Online-Schriftenreihe „DigiOst" bietet Zugriff auf hochwertige und aktuelle Sammel- und Tagungsbände, Quelleneditionen und sonstige Monographien. Für ihre wissenschaftliche Qualitätssicherung ist ein aus Wissenschaftlern der beteiligten Institute (IOS, Collegium Carolinum München, Herder-Institut Marburg) bestehender Redaktionsausschuss verantwortlich. Er regelt die  Begutachtung der Online-Texte im Peer Review-Verfahren.
Die Veröffentlichungen sind dem Open Access Prinzip entsprechend weltweit kostenfrei verfügbar, werden von der Bayerischen Staatsbibliothek langzeitarchiviert und bieten eine bequeme inhaltliche Recherche im Volltext. Mit der Freischaltung von „DigiOst" werden die infrastrukturellen Voraussetzungen für elektronisches Publizieren in der Ost-, Ostmittel- und Südosteuropaforschung maßgeblich optimiert.
Alle Bände erscheinen online auf der Plattform OstDok – Osteuropa-Dokumente online  sowie bei Bilbion Media. Parallel werden die Bände im hochwertigen Print on Demand vom Verlag Otto Sagner  angeboten.
Für nähere Informationen zu den Inhalten der verfügbaren Titel klicken Sie bitte auf die jeweilige Bandnummer.

DigiOst 7: Zückert, Martin (Hrsg.); Schvarc, Michal (Hrsg.); Meier, Jörg (Hrsg.): Migration – Zentrum und Peripherie – Kulturelle Vielfalt. Neue Zugänge zur Geschichte der Deutschen in der Slowakei. Neue Zugänge zur Geschichte der Deutschen in der Slowakei. Leipzig 2016. 408 S. ISBN: 978-3-86688-512-7. DOI: 10.23665/DigiOst/CC-7

Wie untersucht man ethnische Vielfalt oder das Verhältnis von Mehrheiten und Minderheiten? Bis in die Gegenwart hinein gehören diese Fragen zu den zentralen Leitlinien von Forschungen zur ostmitteleuropäischen Geschichte. Das Interesse an der Geschichte einzelner Bevölkerungsgruppen dieser Region kollidiert freilich mit der historischen Realität, den Auswirkungen ethnischer, religiöser und sozialer Heterogenität. Ausgehend von dieser Problemlage diskutierte eine vom Collegium Carolinum und dem Historischen Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften im Jahr 2015 organisierte Tagung neue Zugänge zur Geschichte der Deutschen in der Slowakei. Der nun vorliegende Konferenzband fragt nach Besonderheiten der Deutschen in der Geschichte der Slowakei, ordnet sie aber zugleich in die Geschichte der historischen Region mit ihren interethischen Beziehungen und übergeordneten Entwicklungen ein. Historiker, Ethnologen und Linguisten analysieren in den thematischen Zugängen kulturelle Vielfalt, Migration sowie Zentrum und Peripherie spezifische Probleme und zeigen dabei exemplarisch neue Wege auf, wie ohne vorangestellte ethnische Zuschreibungen oder inhaltliche Engführungen ethnische und religiöse Pluralität erforscht werden kann.

DigiOst 6: Dietmar Neutatz / Volker Zimmermann (Hrsg.): Von Historikern, Politikern, Turnern und anderen: Schlaglichter auf die Geschichte des östlichen Europa - Festschrift für Detlef Brandes zum 75. Geburtstag. Leipzig 2016. 408 S. ISBN: 978-3-86688-511-0. DOI: 10.23665/DigiOst/CC-6

Detlef Brandes gehört zu den profiliertesten deutschen Osteuropa-Historikern seiner Generation. Zu seinem 75. Geburtstag haben Kollegen und Schüler für eine Festschrift Beiträge mit Bezug zu den von ihm behandelten Themen und Regionen verfasst. Ihre Texte beschäftigen sich mit den Beziehungen Deutschlands und der Deutschen zum östlichen Europa sowie mit der tschechischen, russischen, ukrainischen und polnischen Geschichte. Sie sind in Sektionen zu Themenfeldern wie "Historiker und das östliche Europa", "Kriegsfolgen und ihre Deutung", "Alltag, Lebenswelten, Verhaltensweisen" u.a. zusammengefasst. Mit Beiträgen von Christoph Cornelißen, Victor Dönninghaus, Severin Gawlitta, Peter Heumos, Ota Konrád, Stefan Lehr, Nina Lohmann, Dmytro Myeshkov, Volker Mohn, Dietmar Neutatz, Christoph Nonn, Thomas Oellermann, Jiří Pešek, Andrej Savin, Gerd Stricker, Andreas Wiedemann, Falk Wiesemann und Volker Zimmermann.

DigiOst 5: K. Erik Franzen (Hg.): Migration und Krieg im lokalen Gedächtnis: Beiträge zur städtischen Erinnerungskultur Zentraleuropas. Leipzig 2016. 187 S. ISBN: 978-3-86688-509-7: DOI: 10.23665/DigiOst/CC-5

Städte zeichnen sich dadurch aus, dass sie Zentren von Wanderungsbewegungen sind und durch den Weg- und Zuzug verschiedenster Bevölkerungsgruppen geprägt werden. Migrationserinnerungen im Lokalen nachspüren: Das ist die Thematik der Beiträge des interdisziplinär angelegten Sammelbandes, der Veränderungen und Kontinuitäten örtlicher Erinnerungs- und Geschichtskulturen nach 1989 an den Fallbeispielen Bratislava, Prag, Hoyerswerda, Košice und Łodz fokussiert. Die Aufmerksamkeit gilt insbesondere Erinnerungsinteressen und -praktiken städtischer Akteure.

DigiOst 4: Christian Pletzing / Marcus Velke (Hrsg.): Lager – Repatriierung – Integration. Beiträge zur Displaced Persons-Forschung. Leipzig 2016. 336 S. ISBN: 978-3-86688-507-3. DOI: 10.23665/DigiOst/HI-4

Lager - Repatriierung - Integration - zwischen diesen Polen bewegte sich die Existenz der Displaced Persons in Deutschland. Die in diesem Band versammelten Beiträge reflektieren dabei Bereiche, die von der Displaced-Persons-Forschung bislang nicht ausreichend bearbeitet worden sind: Jugoslawische DPs sind ebenso Thema wie polnische Repatrianten. Die Architektur jüdischer DP-Synagogen wird genauso in den Blick genommen wie die Integration "Heimatloser Ausländer" in der Bundesrepublik Deutschland. Einen Schwerpunkt bilden Beiträge zur Geschichte baltischer und polnischer DPs. Der Band ist Resultat der Tagung "Dimensionen der Displaced Persons-Forschung II", die 2013 im Akademiezentrum Sankelmark vor allem Nachwuchswissenschaftler*innen aus dem Bereich der DP-Forschung zusammenbrachte.

DigiOst 3: Katrin Boeckh / Oleh Turij (Hg.), Religiöse Pluralität als Faktor des Politischen in der Ukraine. München, Berlin, Leipzig, Washington/D.C 2015. ISBN (Print) 978-3-86688-504-2 ; ISBN (eBook) 978-3-86688-505-9. DOI: 10.23665/DigiOst/IOS-3

In Belarus regiert seit 1991 ununterbrochen ein einziger Staatspräsident, in Russland teilt sich diese Position im selben Zeitraum auf drei Männer auf. Im Unterschied dazu bekleideten in der Ukraine insgesamt sechs Personen aus unterschiedlichen Parteien dieses Amt. Dazu hat das Land seither zwei "Revolutionen" erlebt, die auf zivilgesellschaftlichen Bewegungen aufbauten: die Orangene Revolution 2004/05 und den Euro-Majdan 2013/14. Was unterscheidet also die Ukraine von anderen Staaten? Das Buch gibt eine mögliche Antwort, indem es die lebendige religiöse Pluralität in der Ukraine hervorhebt, die zu Beginn der 1990er Jahre nach der langen sowjetischen Religionsrepression wieder auflebte. 19 Autoren aus der Ukraine, aus Russland und aus Deutschland gehen diesem einzigartigen Zug des öffentlichen Lebens in der Ukraine aus historischer, soziologischer und ökonomischer Perspektive auf den Grund. Eine ihrer Schlussfolgerungen besteht darin, dass diese Mehrstimmigkeit an Glaubensdenominationen die öffentliche Diskussion im Land und den Prozess der Demokratisierung wesentlich stützt.

DigiOst 2: Johannes Gleixner / Laura Hölzlwimmer / Christian Preusse /Damien Tricoire (Hg.), Konkurrierende Ordnungen. Verschränkungen von Religion, Staat und Nation in Ostmitteleuropa vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. München, Berlin, Leipzig, Washington/D.C 2015. ISBN (Print) 978-3-86688-502-8 , ISBN (eBook) 978-3-86688-503-5. DOI: 10.23665/DigiOst/CC-2

Von der Reformation bis ins 20. Jahrhundert prallten in Ostmitteleuropa religiöse und politische Ordnungen aufeinander. Die Konfessionen strebten oft nach Dominanz und stellten somit die existierenden Herrschaftsverhältnisse infrage. Die Konkurrenz zwischen religiösen Gemeinschaften gefährdete das soziale und politische Gefüge. Die Eliten der Region sahen sich vor dringende Probleme gestellt: Wie sollten sie mit der religiösen Heterogenität umgehen? Waren Kirchenunionen und Religionsgespräche realistische Lösungen? Welche politischen Foren und Rechtsinstrumente konnten sie bemühen, um trotz religiöser Feindschaften den nötige sozialen und politischen Zusammenhalt zu gewährleisten? Wie konnten sie Identitäten stiften, die die nationale Gemeinschaft mit der Konfession in Einklang bringen würden, der sie eine führende Rolle zuerkannten? Konkurrierende Ordnungen nimmt Verschränkungen zwischen Religion, Staat und Nation in Vormoderne und Moderne in den Blick. Durch den Fokus auf politisch-religiöse Kämpfe und rivalisierende Ordnungsbestrebungen eröffnet der Sammelband Perspektiven für einen epochenübergreifenden Vergleich.

DigiOst 1: Konrad Clewing (Hg.), Roher Diamant Dalmatien. Die habsburgische Verwaltung, ihre Probleme und das Land, wie beschrieben von seinem Gouverneur Lilienberg für Kaiser Franz I. (1834). München, Berlin, Leipzig, Washington/D.C. 2015. 364 S., ISBN (Print) 978-3-86688-500-4 , ISBN (eBook) 978-3-866688-501-1. DOI: 10.23665/DigiOst/IOS-1

Als sich 1834 der dalmatinische Gouverneur Graf Lilienberg daran machte, einen eingehenden Bericht an Kaiser Franz I. von Österreich über die Zustände in der von Lilienberg mehrfach intensiv bereisten Provinz Dalmatien zu verfassen und dem Kaiser auch persönlich zu übergeben, legte er darein große Hoffnungen. Der Kaiser sollte nicht nur über das Land an der Adria und seine Verwaltung gezielt unterrichtet werden, sondern auch die anderen zentralen Entscheidungsträger in Wien künftig vermehrt übergehen und Dalmatien insgesamt eine schnellere Entwicklung ermöglichen. Daraus wurde im weiteren nicht viel: Dalmatien blieb eine im Gesamtstaat wenig beachtete und wenig einflussreiche Randregion der Habsburgermonarchie. Dafür bietet aber die vorliegende Edition des Lilienberg'schen Reiseberichts tiefe Einsichten nicht nur in die örtlichen Verhältnisse, sondern auch in die Funktionsweise und die Prinzipien habsburgischen Verwaltens im Vormärz. Das Buch richtet sich nicht nur an Historiker mit Interesse an Verwaltung, an der Habsburgermonarchie und an Dalmatien, sondern dank der Plastizität der zeitgenössischen Schilderung auch an kulturinteressierte Dalmatienreisende von heute, um ihnen an der Küste und im Hinterland als Ferienbegleitung zu dienen.